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Geschrieben von iwanow-it im Semptember 9. Veröffentlicht in IT-Welt.

Phishing-Mail erkennen: 10 typische Warnzeichen

Phishing-Mail erkennen und verdächtige E-Mails sicher überprüfen
Kann eine Phishing-Mail auch professionell aussehen?
Ja. Betrüger können Logos, Gestaltung und Sprache echter Unternehmen nachahmen. Rechtschreibfehler sind deshalb längst kein zuverlässiges Erkennungsmerkmal mehr.
Was mache ich mit einem verdächtigen Link?
Klicken Sie ihn nicht an. Rufen Sie die betreffende Website stattdessen selbst über eine Ihnen bekannte Adresse auf.
Was soll ich tun, wenn ich bereits mein Passwort eingegeben habe?
Ändern Sie das Passwort unverzüglich über die echte Website. Nutzen Sie es auch bei anderen Diensten, sollte es dort ebenfalls geändert werden.
Können auch bekannte Absender gefährlich sein?
Ja. Absender können gefälscht oder E-Mail-Konten übernommen werden. Prüfen Sie deshalb auch den Inhalt einer Nachricht.
Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter vor Phishing schützen?
Hilfreich sind technische Schutzmaßnahmen, Zwei-Faktor-Authentifizierung, klare interne Prozesse und regelmäßige Schulungen zur Erkennung verdächtiger Nachrichten

Was ist eine Phishing-Mail?

Eine E-Mail von der Bank, eine angeblich offene Rechnung oder die Aufforderung, das Passwort für ein Kundenkonto zu bestätigen: Phishing-Mails sehen heute teilweise täuschend echt aus. Betrüger versuchen damit, persönliche Daten, Passwörter oder Zahlungsinformationen zu erhalten. Manchmal soll auch ein schädlicher Anhang geöffnet oder eine gefährliche Internetseite besucht werden.

Dabei werden nicht nur unerfahrene Internetnutzer getäuscht. Moderne Phishing-Nachrichten können Logos, Farben und Formulierungen bekannter Unternehmen nachahmen. Auch eine sprachlich einwandfreie E-Mail ist deshalb kein Beweis dafür, dass sie echt ist.

Besonders wichtig ist eine einfache Grundregel: Nicht unter Druck setzen lassen. Wenn eine Nachricht behauptet, Ihr Konto werde innerhalb weniger Stunden gesperrt oder Sie müssten sofort eine Zahlung leisten, sollten Sie zunächst nichts anklicken.

Sind Sie unsicher, öffnen Sie die Internetseite des vermeintlichen Absenders selbst über den Browser oder verwenden Sie eine Ihnen bekannte Telefonnummer. Antworten Sie nicht direkt auf die verdächtige Nachricht.

10 Warnzeichen, an denen Sie eine Phishing-Mail erkennen können

Nicht jede verdächtige Nachricht lässt sich anhand eines einzelnen Merkmals erkennen. Treffen jedoch mehrere der folgenden Punkte zu, ist besondere Vorsicht angebracht.

Ungewöhnliche Absenderadresse:

Der angezeigte Name kann stimmen, die tatsächliche E-Mail-Adresse aber auffällig oder falsch sein.

Unbekannte Links:

Links führen möglicherweise nicht auf die Internetseite, die im Text genannt wird.

Starker Zeitdruck:

Formulierungen wie „Sofort handeln“ oder „Ihr Konto wird gesperrt“ sollen zu schnellen Entscheidungen verleiten.

Unerwartete Anhänge:

Öffnen Sie keine Dateien, die Sie nicht erwartet haben.

Abfrage von Passwörtern:

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie zur Eingabe vertraulicher Zugangsdaten aufgefordert werden.

Ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen:

Plötzlich geänderte Bankverbindungen oder unerwartete Rechnungen sollten überprüft werden.

Unpersönliche oder ungewöhnliche Anrede:

Eine unpassende Ansprache kann ein Warnzeichen sein.

Merkwürdige Internetadressen:

Betrüger verwenden Domains, die echten Adressen teilweise sehr ähnlich sehen.

Gefälschte Anmeldeseiten:

Nach einem Klick erscheint möglicherweise eine täuschend echte Kopie einer bekannten Login-Seite.

Ungewöhnlicher Inhalt:

Fragen Sie sich, ob die Nachricht überhaupt zum normalen Verhalten des vermeintlichen Absenders passt.

Verdächtige E-Mail – Was tun?

Wenn Sie eine mögliche Phishing-Mail erkennen, gilt zunächst: Öffnen Sie keine Anhänge, klicken Sie keine verdächtigen Links an und geben Sie keine persönlichen Daten ein. Löschen Sie die Nachricht aber nicht vorschnell, wenn Sie diese beispielsweise in einem Unternehmen an die zuständige IT-Abteilung melden sollen.

Haben Sie bereits auf einen Link geklickt, bedeutet das nicht automatisch, dass ein Schaden entstanden ist. Haben Sie jedoch ein Passwort eingegeben, sollten Sie dieses schnellstmöglich über die echte Website des jeweiligen Dienstes ändern. Wurde dasselbe Passwort auch für andere Konten verwendet, sollte es dort ebenfalls ersetzt werden. Eine aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet zusätzlichen Schutz.

Bei geschäftlichen E-Mails ist besondere Vorsicht erforderlich. Eine gefälschte Nachricht kann beispielsweise so aussehen, als käme sie von einem Kollegen, Vorgesetzten oder Geschäftspartner. Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen empfiehlt es sich deshalb, den Auftrag über einen zweiten, bereits bekannten Kommunikationsweg zu bestätigen.

Wer aufmerksam bleibt und sich einige Sekunden Zeit für die Prüfung nimmt, kann viele Phishing-Versuche rechtzeitig erkennen. Für Unternehmen sind zusätzlich technische Schutzmaßnahmen, regelmäßige Updates und sensibilisierte Mitarbeiter wichtige Bestandteile einer wirksamen IT-Sicherheitsstrategie.